Eigentlich wollten wir etwas Schönes über unser 5-jähriges Jubiläum schreiben, aber es kam anders. Als wir am Ostersamstag auf der Weide ankamen, lagen dort ein totgeborenes Lamm und ein weiteres Lamm, das kaum noch Lebenszeichen von sich gab. Wir hatten gerade den Zaun zur neuen Weide geöffnet, und die Tiere waren sofort auf das frische Gras gelaufen, als wir die beiden entdeckten.

Das Mutterschaf hatte auch das noch lebende Lamm zurückgelassen. Es hatte offenbar bereits die Hoffnung aufgegeben. Das Tier war so schwach, dass es kaum noch den Kopf bewegen konnte. Wir hielten es der Mutter vor die Nase, und sie erkannte es. Dann bauten wir einen kleinen Mutter-Lamm-Stall mit einem Zaun. Die Mutter folgte dem kleinen Lamm, das wir hineintrugen.

Doch obwohl die Mutter nun ihr Bestes tat, um das Lamm abzulecken und es zum Saugen zu bewegen, war das Lamm viel zu schwach. Wir versuchten, mit Stroh etwas Wärme zu schaffen, und trockneten das Lamm ebenfalls mit Stroh ab. Plötzlich setzte die Geburt erneut ein. Leider kam auch das dritte der Drillinge tot zur Welt. Da das lebende Lamm nicht aufstehen konnte, pumpten wir Milch von der Mutterschaf ab und versuchten, das Lamm mit der Flasche zu füttern.

Obwohl das Mutterschaf zweifellos sein Bestes tat, um das Lamm trocken zu lecken und es zum Sterben zu bringen, war das für den Kleinen zu viel. Es fror bereits. Also nahmen wir es mit ins Haus und wärmten es mit einem Föhn auf, während wir es weiter mit alten Handtüchern abtrockneten. Glücklicherweise hatten wir von einem ehemaligen Schafzüchter eine Sonde geschenkt bekommen.

Damit hast du das Kolostrum, also die Rohmilch, über die Speiseröhre verabreicht. Von da an ging es bergauf. Das Lamm konnte den Kopf besser hochhalten, der Saugreflex hatte eingesetzt, und seine Körpertemperatur fühlte sich höher an. Die Mutter nahm es sofort wieder an, als wir es zurückbrachten. Am Abend war es sogar schon auf den Beinen.

Leider ging es der Mutter in den folgenden Tagen sehr schlecht. Sie nahm fast nichts zu sich und litt unter starkem Durchfall. Leider konnte das Lamm nicht direkt bei seiner Mutter trinken. Wir pumpen jeden Tag zwei kleine Flaschen Milch von der Mutter ab und füttern das kleine Lamm damit. Selbst heute, sechs Tage später, ist es immer noch viel schwächer als die meisten anderen Lämmer nach einem Tag. Die Milchproduktion der Mutter scheint langsam nachzulassen. Wir werden wahrscheinlich bald mit Milchaustauscher zufüttern müssen.

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