Der Boden ist die Grundlage für das Wachstum der Pflanzen auf unserem Stück Land, aber durch langjährige ackerbauliche Nutzung ist der Boden an Nährstoffen verarmt.
Im Mai 2024 haben wir eine Bodenprobe für den sogenannten Düngekompass und zwei Bodenproben für die Bestimmung des Humusgehaltes genommen und diese analysieren lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits im dritten Jahr unsere ca. 4 ha beweidet und hatten unseren Bestand von drei Lämmern im Juli 2021 auf sieben Schafe und vier Ziegen erhöht. Die Bestandsdichte war also immer noch gering und der Einfluss damit nicht groß. Wie viele Jahre die Fläche davor brach gelegen hat, wissen wir nicht. Es waren jedoch noch keine größeren Bäume gewachsen. Möglicherweise hat der vorige Besitzer einmal im Jahr gemäht.
Die Analyseergebnisse des Düngekompasses zeigen, dass viele Nährstoffe und Mineralstoffe unter dem optimalen Niveau liegen. Damit einhergehend ist die Düngungsempfehlung umfangreich.
Auch der Humusgehalt lag in der niedrigsten Kategorie (0-2%).
Bis heute haben wir noch nicht gedüngt. Wir haben jedoch geplant in diesem Jahr zu kalken und etwas Bor auszustreuen. Außerdem soll im Mai ein Teil unseres Johnson Su Kompostes ausgebracht werden.
Um vergleichen zu können, ob die Werte sich verbessern, wollen wir 2029 erneut eine Bodenprobe einschicken. Eine einzelne Bodenprobe alle fünf Jahre ist nicht wissenschaftlich verwendbar, aber wir hoffen, daß uns der Vergleich hilft, eine grobe Entwicklung der Verhältnisse zu erkennen.
Zusätzlich können wir über den Bewuchs und das Ansehen der Bodenstruktur Rückschlüsse auf die Qualität des Bodens schließen. Dafür wollen wir in 2026 ein Monitoring-System aufbauen.
