29/9/26

Die Blumen in den Baumkreisen, von deren Aussaat ich im Post vom 13/5 geschrieben habe, sind gut angegangen. Es ist aber schwer festzustellen, welche Methode den besten Erfolg hatte. Zum einen lag zwischen der Aussaat in dem ersten und dem letzten Baumkreis über einen Monat. Daher waren die Blumen in den ersten beiden Baumkreisen zu einem größeren Teil bereits verblüht. Außerdem hat sich gezeigt, dass das Vorhandensein bestimmter Pflanzen (insbesondere sichtbar beim Rainfarn, aber auch bei der Ackerkratzdistel), die Etablierung anderer Blumen unterdrückt hat. Insgesamt hat der Blumenmix die Biodiversität sicher erhöht, war aber nicht wirklich charakteristisch für Blumen, die eine Weide bereichern sollen. Insbesondere jetzt zum Herbst hin haben sich die Kosmeen durchgesetzt, die bei uns Zierpflanzen sind und aus der Neuen Welt stammen. Schön anzusehen sind sie aber trotzdem.

Die verhältnismäßig meisten Blumen sind in dem kleinen Baumkreis zu sehen, den ich ganz zum Schluss im Mai bearbeitet habe. Am Rand wurde hier zwei Spaten tief umgegraben, bevor die Blumenmischung ausgesät wurde. In der Mitte habe ich den gefrästen Bereich zusätzlich mit der Harke nachbearbeitet, sodass ein großer Teil der bestehenden Vegetation entfernt wurde.

In einem Baumkreis hatte ich ein Stück zwei und ein weiteres einen Spaten tief umgegraben. Auch wenn hier ein direkter Vergleich möglich ist, lässt sich kaum ein Unterschied erkennen. Auf dem einen Spaten tief umgegrabenen Stück ist etwas mehr Gras und Ampfer zu sehen.

Es hat den Anschein, als ob in den Bereichen, in denen ich die Grassoden nur umgedreht habe, die Disteln und andere „Unkräuter“ etwas häufiger direkt zwischen den gesäten Blumen hindurchwachsen. Im nächsten Jahr kann ich beobachten, in welchem Kreis sich die einjährigen Blumen am besten selbst aussäen können und ob sie sich zumindest teilweise gegen die standorttypischen „Unkräuter“ behaupten können.

Bei der Methode der Aussaat habe ich in den umgegrabenen Stücken z.T. die Samen leicht eingeharkt und daraufhin einige Samen darüber ausgestreut, z.T. habe ich die Samen nur ausgestreut und etwas Erde darübergestreut. Hier ist für mich kein Unterschied erkennbar.

3/2/26

Nachdem es bereits Anfang Januar sehr frostig war, hat circa am 19.1.26 eine neue Frostperiode begonnen, in der es kaum noch Plusgrade gab. Mindestens seit dem 20.1.26 liegt ein Stück Eis aus dem Trinkwassereimer auf der Weide und ist trotz gelegentlichen Sonnenscheins nicht aufgetaut. 

is fra drikkevandsspand

Die letzten drei Tage hatten wir durchgehend Temperaturen unter null Grad, und dazu bläst der Wind. Eine Wetterwende ist nicht in Sicht. Bereits vorgestern haben wir keinen Zaun aufbauen können, weil der Boden so hart gefroren ist. Zum Glück hatten wir schon im Vorhinein einige Weidestücke eingezäunt, sodass die Tiere heute umziehen können. Mehr haben wir aber nicht im Vorrat. Das bedeutet, dass wir spätestens in drei Tagen deutlich mehr zufüttern müssen. Vielleicht schaffen wir es auch, einige Zaunstäbe mit dem Hammer in den Boden zu bekommen, ohne dass diese verbiegen.

Auf der Suche nach etwas Essbarem machen sich besonders die Ziegen, aber auch einzelne Schafe, über die Bäume her.

Ich reibe einzelne Bäume mit Schafkot ein. Dazu nehme ich den Kot mit den Teilen der Rohwolle vom Scheren auf, die nicht fürs Spinnen geeignet sind. Das soll die Tiere vom Abschälen der Rinde abhalten. Zuvor hat das auch ganz gut funktioniert. Im Moment scheint der gefrorene Kot aber nicht die gleiche abschreckende Wirkung zu haben, und die Tiere fressen munter weiter.

fåreekskrementer og råuld

Einige Bäume waren heute morgen fast rundherum abgeschält. Es bleibt abzuwarten, ob die betroffenen Bäume das überleben.

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Für die Behandlung der Bäume auf dem neuen Stück habe ich den eingesammelten Kot erst einmal in unserem Heizungsraum auftauen lassen und dann mit etwas Wasser angerührt. Wenn das auch nicht hilft, müssen die Bäume wohl im Winter ganz aus der Beweidung herausgenommen werden.

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